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Autor: beverlyschreiber

  • Beratung zur Kriegsdienstverweigerung

    Beratung zur Kriegsdienstverweigerung

    Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes:
    „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“

    Wie im Grundgesetz formuliert, handelt es sich um einen „Kriegsdienst“. Das bedeutet, dass Du
    anschließend offiziell kriegstüchtig, einsatzbereit und zum Töten ausgebildet bist.
    Konflikte wurden und werden grundsätzlich am Verhandlungstisch gelöst; wenn ein Krieg ausbricht,
    waren die beteiligten Personen nicht in der Lage (oder willens), ihre Meinungsverschiedenheiten
    einvernehmlich zu lösen. Meistens geht es darum, nicht ausschließlich eigene, sondern auch die
    Interessen anderer zu respektieren. So etwas nennt man im Allgemeinen „Diplomatie“.
    Du bist nicht verantwortlich für das Versagen der Politik!
    Im Moment erleben wir in Deutschland eine beispiellose Kampagne, um nicht die Diplomatie,
    sondern das Militär – und damit die Verwendung von Steuergeldern für Waffen – wieder salonfähig zu
    machen. Es ist wichtig, einmal darüber nachzudenken, wem die viele Milliarden schweren
    Rüstungsausgaben nützen, während auf der anderen Seite viele staatliche Aufgaben vor allem auf
    kommunaler Ebene aus Mangel an Geld nicht mehr wahrgenommen werden können.
    Sag nein!
    Das Grundgesetz gibt Dir aus gutem Grund das Recht, Dich der Eskalationslogik und dem ewigen
    Kreislauf der Gewalt zu entziehen.
    Wir helfen Dir!
    Das BSW steht an Deiner Seite – für eine gerechte Zukunft in Frieden!
    Deine persönliche und unmittelbare Unterstützung zur Verweigerung des Kriegsdienstes bekommst
    Du hier:
    enkreis@bsw-vg.nrw
    Schreib uns an, wir melden uns umgehend bei Dir zurück!

  • Bericht vom Bundesparteitag des BSW – Delegation Ennepe-Ruhr

    Bericht vom Bundesparteitag des BSW – Delegation Ennepe-Ruhr

    Am 6. und 7. Dezember 2025 fand in Magdeburg der Bundesparteitag des Bündnis Sahra Wagenknecht statt. Auch der Kreisverband Ennepe-Ruhr war vertreten: durch unsere Delegierte sowie durch einen Gast aus dem Kreisverband, die sich aktiv in die inhaltliche Arbeit einbrachten und zahlreiche Gespräche führten.

    Der Parteitag markierte einen wichtigen Schritt in der programmatischen und organisatorischen Konsolidierung des BSW auf Bundesebene. Zahlreiche Satzungsänderungen, Geschäftsordnungsfragen und inhaltliche Anträge wurden beraten und beschlossen. Gleichzeitig bot der Parteitag Gelegenheit, die politische Ausrichtung des BSW zu schärfen und sich zu zentralen sozialen, wirtschaftlichen und friedenspolitischen Herausforderungen zu positionieren.

    Der Bundesvorstand wurde vergrößert und neu gewählt, mit Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali an der Spitze. Zudem wurde die Einrichtung einer Grundwertekommission unter der Leitung von Sahra Wagenknecht beschlossen und der Übergang in eine Phase des Wachstums durch eine vereinfachte Mitgliederaufnahme eingeläutet. Ab Oktober wird das BSW den Namen „Bündnis Soziale Gerechtigkeit & Wirtschaftliche Vernunft“ tragen.

    Atmosphäre & Organisation

    Die Veranstaltung war geprägt von einem hohen Maß an Beteiligung: Hunderte Delegierte, Gäste und Mandatsträger nahmen an den Debatten teil. Die Tagesordnung war umfangreich, weshalb der Zeitplan an beiden Tagen deutlich ausgeweitet werden musste. Trotz der Länge blieb die Diskussion im Plenum größtenteils konzentriert und konstruktiv.

    Positiv hervorzuheben ist die Transparenz der Verfahren und die breite Bereitschaft zur Debatte – sowohl im Plenum als auch in den Pausen und in informellen Gesprächsrunden. Für unseren Kreisverband ergaben sich dabei zahlreiche Kontakte und Austauschmöglichkeiten mit Delegierten aus anderen Landesverbänden, mit Mitgliedern des Bundesvorstands sowie mit Vertretern der politischen Jugendorganisation.

    Reden & programmatische Schwerpunkte

    Die zentralen Redebeiträge, insbesondere jene von Sahra Wagenknecht, Fabio De Masi und weiteren Mitgliedern des Bundesvorstands, stellten drei klare Leitlinien heraus:

    1. Soziale Sicherheit und wirtschaftliche Vernunft

    Im Mittelpunkt stand eine klare Absage an Sparpolitik und Standortverunsicherung zugunsten einer Politik, die sich an realem Wohlstand, industrieller Wertschöpfung und einer verlässlichen öffentlichen Infrastruktur orientiert. Soziale Sicherheit wurde dabei ausdrücklich nicht als Kostenfaktor, sondern als Voraussetzung wirtschaftlicher Stabilität verstanden.

    2. Friedenspolitik und diplomatische Verantwortung

    Der Parteitag bekräftigte die Notwendigkeit einer eigenständigen deutschen Außenpolitik, die auf Deeskalation, Verhandlungen und europäische Sicherheitsinteressen setzt. Militärische Eskalationslogiken wurden kritisch hinterfragt und einer langfristig stabilitätsorientierten Friedenspolitik gegenübergestellt.

    3. Mehr demokratische Teilhabe und klare Haltung für die Meinungsfreiheit

    In mehreren Beiträgen wurde die Bedeutung einer offenen innerparteilichen Debattenkultur, transparenter Entscheidungsverfahren sowie einer selbstbestimmten öffentlichen Kommunikation hervorgehoben. Das BSW positioniert sich damit als Partei, die demokratische Teilhabe nicht nur formal, sondern auch praktisch stärken will – nach innen wie nach außen. Dabei wurde deutlich, dass Meinungsfreiheit nicht nur als Abwehrrecht gegen staatliche Eingriffe verstanden wird, sondern auch als Anspruch auf eine pluralistische öffentliche Debatte. 

    Debatten zu Anträgen und innerparteiliche Struktur

    Ein wesentlicher Teil des Parteitags bestand aus der Beratung verschiedener Satzungs- und Organisationsanträge. Viele strukturelle Fragen wurden klar geregelt – von einem neuen Mitgliederaufnahmesystem über den neuen Namen bis hin zur Gründung der „Grundwertekommission“.

    Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurden mehrere inhaltliche Anträge, darunter solche mit Bezug auf die politische Ausrichtung in einzelnen Landesverbänden, per Geschäftsordnungsbeschluss an den Bundesvorstand zur weiteren Bearbeitung überwiesen. Ein zentraler Bezugspunkt dieses Leitsatzes war nämlich die Auseinandersetzung mit der Regierungsbildung in Thüringen, die von Sahra Wagenknecht erneut scharf kritisiert wurde. Inwiefern der neue Bundesvorstand aus dem Antrag von Maron Borchers konkrete Konsequenzen ableitet, bleibt abzuwarten. Der Kreisverband Ennepe-Ruhr bedauert, dass einige wichtige programmatische Diskussionen damit nicht vollständig im Plenum geführt werden konnten, begrüßt jedoch, dass die Anträge nicht entfallen, sondern nun im Bundesvorstand weiter beraten werden.

    Begegnungen & Austausch

    Der Parteitag bot unserem Kreisverband wertvolle Gelegenheiten für Vernetzung und inhaltlichen Austausch. Es kam zu zahlreichen Gesprächen mit: Delegierten anderer Kreis- und Landesverbände, Mitgliedern des Bundesvorstands, Vertretern des Jugendbündnis JSW und politischen Akteuren aus kommunaler, wirtschaftlicher und sozialer Praxis. Daraus ergaben sich sowohl politische als auch organisatorische Impulse für die Arbeit im Ennepe-Ruhr-Kreis, darunter Angebote für Kooperation, Austauschformate sowie konkrete Unterstützung im organisatorischen Bereich.

    Unser Fazit

    Der Bundesparteitag hat gezeigt, dass das BSW eine wachsende, lebendige und politisch ernstzunehmende Kraft ist – mit großem Potenzial, aber auch mit der Notwendigkeit, programmatische Klarheit und innerparteiliche Strukturen weiter zu festigen.

    Für unseren Kreisverband nehmen wir mit: starke Motivation, neue Kontakte, organisatorische Verbesserungen und den klaren Willen, die politische Arbeit im Ennepe-Ruhr-Kreis weiter auszubauen. Wir danken allen Delegierten, Gästen und Unterstützern und freuen uns darauf, die beschlossenen Inhalte und Impulse in die regionale Arbeit zu tragen.

  • National Security Strategie

    National Security Strategy, November 2025
    zu Deutschland und Europa


    C. Europäische Größe fördern


    Amerikanische Beamte sind gewohnt, über europäische Probleme nachzudenken in
    Begriffen von unzureichenden Militärausgaben und wirtschaftlichem Stillstand. Da ist
    Wahres dran, aber Europas wirkliche Probleme sind sogar tiefer.
    Kontinental-Europa hat seinen Anteil am globalen BIP stetig verloren – von 25% in 1990
    auf 14% heute – zum Teil aufgrund von nationalen und transnationalen Regulierungen,
    welche Kreativität und Fleiß untergraben.
    Aber dieser wirtschaftliche Abstieg wird überlagert durch die reale und krassere Aussicht
    auf Auslöschung der Zivilisation. Die größeren Streitpunkte, denen Europa gegenüber
    steht, betreffen Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Körper,
    welche politische Freiheit und Souveränität untergraben, eine den Kontinent
    transformierende und Streit erzeugende Migrationspolitik, Zensur der freien Rede und
    Unterdrückung der politischen Opposition, eine abstürzende Geburtenrate und der Verlust
    von nationalen Identitäten und Selbstvertrauen.
    Sollten sich die gegenwärtigen Tendenzen fortsetzen, wird der Kontinent in 20 Jahren
    oder weniger nicht wiederzuerkennen sein. Solchermaßen ist es kaum noch offensichtlich,
    ob gewisse europäische Länder genug wirtschaftliche und militärische Stärke haben
    werden, um verlässliche Verbündete zu bleiben. Viele dieser Nationen schlagen diesen
    Weg zur Zeit in noch größerem Maße ein. Wir wollen, dass Europa europäisch bleibt, sein
    zivilisatorisches Selbstvertrauen zurückgewinnt, und sein falsches Augenmerk auf
    regulatorisches Ersticken verlässt.
    Dieser Mangel an Selbstvertrauen ist am sichtbarsten in Europas Beziehung zu Russland.
    Europäische Verbündete genießen eine bedeutende Übermacht über Russland in fast
    jeder Hinsicht, ausgenommen Nuklearwaffen*. Als Ergebnis des Krieges Russlands in der
    Ukraine sind die europäischen Beziehungen mit Russland nun tief abgeschwächt, und
    viele Europäer sehen Russland als existenzielle Bedrohung. Europäische Beziehungen mit
    Russland zu handhaben wird ein bedeutendes US- diplomatisches Engagement
    erfordern, sowohl um Bedingungen von strategischer Stabilität über der eurasischen
    Landmasse wiederherzustellen, als auch das Konfliktrisiko zwischen Russland und
    europäischen Staaten abzumildern.
    *(European allies enjoy a significant advantage over Russia by almost every measure, save nuclear
    weapons.)
    Es ist ein Kerninteresse der Vereinigten Staaten, eine schnelle Einstellung der Feindseligkeiten in
    der Ukraine zu verhandeln, um europäische Wirtschaften zu stabilisieren, unbeabsichtigte
    Eskalation und Ausbreitung des Krieges zu verhindern und strategische Stabilität mit Russland
    wiederherzustellen, als auch den Wiederaufbau der Ukraine zu ermöglichen, um ihr ein Überleben
    als lebensfähiger Staat zu ermöglichen.
    Der Ukraine-Krieg hat die abartige Wirkung, dass Europas, besonders Deutschlands, äußere
    Abhängigkeiten wachsen. Heute bauen deutsche Chemieunternehmen einige der weltgrößten

    Firmen in China, russisches Gas nutzend, das sie zu Hause nicht bekommen können. Die Trump-
    Regierung ist uneinig mit europäischen Beamten, die unrealistische Erwartungen für den Krieg

    aufrecht erhalten, gestützt auf unstabile Minderheitenregierungen, von denen viele auf
    Grundsätzen der Demokratie herumtrampeln, um Opposition zu unterdrücken. Eine große
    europäische Mehrheit will Frieden, doch wird dieser Wunsch nicht in Politik übersetzt, größtenteils
    aufgrund der Unterwanderung von demokratischen Prozessen durch diese Regierungen. Dies ist
    strategisch wichtig für die Vereinigten Staaten, genau weil europäische Staaten sich nicht selbst
    reformieren, wenn sie in politischer Krise gefangen sind.

    Noch bleibt Europa strategisch und kulturell für die Vereinigten Staaten lebendig. Transatlantischer
    Handel bleibt einer der Pfeiler von globaler Wirtschaft und amerikanischem Wohlstand.
    Europäische Sektoren von Technologie-Unternehmen bis Energie bleiben unter den Robustesten
    der Welt. Europa ist die Heimat von innovativer wissenschaftlicher Forschung und weltweit
    führenden kulturellen Institutionen. Nicht nur können wir uns leisten, Europa abzuschreiben – das
    zu tun wäre selbst besiegend für das Erreichen dieser strategischen Ziele.
    Amerikanische Diplomatie sollte sich weiterhin einsetzen für echte Demokratie, Meinungsfreiheit
    und nichtentschuldigendes Feiern des individuellen Charakters und der Geschichte der
    europäischen Nationen. Amerika ermutigt seine politischen Verbündeten in Europa, die
    Wiederbelebung des Geistes zu fördern, und der wachsende Einfluss patriotischer europäischer
    Parteien gibt in der Tat Grund für großen Optimismus.
    Unser Ziel sollte sein, Europa zu helfen seine gegenwärtige Bahn zu korrigieren. Wir werden ein
    starkes Europa brauchen, um uns zu helfen, im Wettbewerb erfolgreich zu sein, und in der
    Zusammenarbeit mit uns jeglichen Gegner an der Beherrschung Europas zu hindern.
    Verständlicherweise ist Amerika gefühlsmäßig dem europäischen Kontinent verbunden – und
    natürlich Britannien und Irland. Der Charakter dieser Länder ist auch strategisch wichtig, weil wir
    auf kreative, fähige, vertrauende, demokratische Verbündete zählen, um Bedingungen von
    Stabilität und Sicherheit herzustellen. Wir wollen mit verbündeten Ländern arbeiten, die ihre
    frühere Größe wiederherstellen wollen.

    Langfristig ist es mehr als plausibel, dass spätestens in wenigen Jahrzehnten bestimmte NATO-
    Mitglieder mehrheitlich nicht europäisch sein werden. Also ist es eine offene Frage, ob sie ihren

    Platz in der Welt, oder ihr Bündnis mit den Vereinigten Staaten, in der selben Weise sehen werden
    wie jene, die die NATO-Karte unterzeichneten.
    Unsere Politik für Europa sollte vorrangig sein:

    • innerhalb Europas Bedingungen von Stabilität und strategische Stabilität mit Russland
      wiederherzustellen
    • Europa zu befähigen, auf eigenen Füßen zu stehen und als Gruppe verbündeter souveräner
      Nationen zu operieren, einschließlich die Hauptverantwortung für die eigene Verteidigung zu
      übernehmen, ohne von einer gegnerischen Macht beherrscht zu werden
    • Widerstand gegen den derzeitigen europäischen Weg innerhalb der europäischen Nationen zu
      pflegen
    • Öffnung europäischer Märkte für US Waren und Dienstleistungen, und eine faire Behandlung von
      US Arbeitern und Geschäften sicherzustellen
    • Aufbau gesunder Nationen in Mittel-, Ost- und Südeuropa durch Handelsverbindungen,
      Waffenverkäufe, politische Zusammenarbeit, und kulturellen und Bildungs-Austausch
    • Beenden der Wahrnehmung und Verhindern der Realität, die NATO sei ein sich dauernd
      ausbreitendes Bündnis; und
    • Ermutigung Europas, Handelsüberschüsse, technologischen Diebstahl, Cyber-Spionage und
      andere feindselige Praktiken zu bekämpfen
      Michael Machnik 12/25

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